Mein Brüllen

Über meine politischen Ansichten

Reines Löwengebrüll nützt in der Politik rein gar nichts.

Es ist einfach nur laut, unproduktiv und stört Denken und Handeln.

Brüllen kann jeder. Brüllen kann ich auch - aber ich kann mehr.

Jeder richtige Löwe braucht Pranken, muss Zähne fletschen und ab und zu auch kraftvoll zubeissen. Erst dann wird er ernst genommen und kann sich für die Zukunft seines Reviers einsetzen.

Auf die Politik umgesetzt heisst das:

Reden ist gut, verhandeln besser, Entscheide lenken am besten.

Diesem Vorsatz getreu politisiere ich seit jeher.

Geplantes und strategisch überlegtes Handeln in der Politik braucht Ideale.

Solche habe ich. Ich weiss aber auch, dass sie sich im politischen Betrieb nicht so umsetzen lassen, wie man sich das wünscht. Aber wenigstens kann man durch geschicktes Taktieren mit Links, mit Rechts, mit Freunden und Gegnern so viel herausholen, dass am Schluss das Resultat nahe an den eigenen Vorstellungen liegt.

Das nennt man Kompromiss. Das wird von ganz links und ganz rechts als Unsinn abgetan. Es ist aber die Grundlage einer Demokratie.

Das versuche ich seit Jahren: Kompromisse auszuhandeln, welche meinem eigenen, bürgerlichen Credo so nahe wie möglich kommen.

Und ich kann nicht behaupten, dass ich damit nicht Erfolg habe. Die Zeitung muss ja nicht unbedingt darüber schreiben.

Ich bin Lobbyist.

Wenn man Ideale hat und sie zu erreichen versucht, dann findet man schnell andere, die dasselbe wollen - oder etwas Ähnliches. Wird man zum Sprachrohr, dann hat man schnell einmal die Rolle eines Lobbyisten.

Ich gebe zu, dass ich das auch bin. Ich bin Landwirt, also Lobbyist für Bauern. Ich bin Gemeinderat, also lobbyiere ich für Gemeinden. Ich kenne mich im Gesundheitswesen aus, also habe ich Verständnis für all jene, die dort arbeiten. Ich haben über die Liebegg einen engen Bezug zur landwirtschaftlichen Ausbildung, also liegt mir deren Zukunft sehr am Herzen.

Das ist aber nicht die ganze Wahrheit.

Nicht für Landwirte, nicht für Lärmgeplagte, nicht fürs Gesundheitspersonal, nicht für Lehrer, nicht für meine Gemeinde. Ich betrachte mich als Lobbyisten für das politische System, welches jedem Bürger Sicherheit und Wohlstand bringen soll.

Dazu gehören auch Landwirte, Lärmgeplagte, Krankenschwestern und Lehrer - und jeder andere auch.

Betrachten Sie mich deshalb als Lobbyist für alle Anliegen, welche dem Gemeinwohl dienen.